Das Flaggschiff aus Deutschlands größter Werft, die Bavaria 49, sieht nicht nur gut aus und bietet eine Menge Komfort; die fast 15 Meter lange, 4,46 m breite Yacht mit 117 qm Segelfläche (Rollgroß und Genua 1) segelt auch gut.
Auch die Motorisierung – in der Charterausführung ist die 49er bevorzugt mit dem 105 PS Volvo Penta Diesel TAMD 22 ausgerüstet – liefert überzeugende Leistungen. So bringt es die Yacht bei Volllast auf 10 Knoten, lässt sich punktgenau manövrieren, und auch die Schallemissionen liegen dank des Turboladers im unteren Bereich.
Die Chartercrew wird sich an Deck über breite,„ unverbaute“ Laufflächen freuen,das üppige ergonomisch geformte Cockpit genießen, und am soliden, doppelt ausklappbaren Tisch genug Platz finden. Äußerst großzügig ist auch die Badeplattform ausgefallen, positiv registriert man die verlängerte Badeleiter.
Das AKC-Charter Brevier segelte sowohl die 3-Kabinen, wie auch die 5-Kabinen Ausführung, wobei selbst die mit 10 Crewmitgliedern besetzte 49er überzeugend viel Platz bietet. Ergebnis eines überraschenden Konstruktionsdetails.Denn wo z.B.im Durchgang zur Vorschiffskabine auf anderen Yach- ten dieser Größenordnung ein störender Unterzug die Kräfte des Babystags aufnimmt, kann man bei der 49er ungehindert passieren.
Am 1,45 x 0,85 m großen Salontisch wird es mit 10 Personen zwar etwas eng, doch der Smut arbeitet dafür ungestört in seiner Längspantry. Da wird er oft auch etwas länger werkeln müssen, denn ein Zweiflammenherd ist für ein 15 Meter Schiff doch etwas dürftig. Stauraum findet er in seinem Arbeitsbereich, und die Crew in ihren Kammern – egal ob mit Kojenanordnung nebenoder übereinander – nicht üppig, aber absolut ausreichend vor. Außerdem sollte bei voller Auslastung auch der Salon mit seinen zahlreichen Klappen und Fächern frequentiert werden.
Das ganze Interieur der 49er wirkt hell und freundlich. Das liegt einerseits an der offenen, großzügigen Bauweise, andererseits sorgen 23! Luken und Portlights für Licht und Luft. Richtigen Spaß macht die Bavaria 49 aber unter Segel. Denn das Rollgroß hat - auch auf den meisten Charteryachten – vier durchgehende vertikale Segellatten, was ein leicht ausgestelltes Achterliek ermöglicht, und die Fläche im Vergleich zum Lattengroß nicht dramatisch reduziert. In Verbindung mit einer biradial geschnittenen Elvström Rollgenua hat auch der Chartersegler ein gut trimmbares, sehr vortriebsstarkes Rigg. Dabei liegt die 49er auch bei 20 Knoten Wind fast druckfrei auf dem Ruder, und läuft mit einem Schrick in den Schoten um die 10 Knoten. Das ermöglicht nicht nur entsprechende Etmale, sondern das Giebelstädter Flaggschiff bietet einfach viel Segelspaß. Die Bavaria 49 ist zwischenzeitlich in viele AKC Flotten integriert.