Die nachfolgende Checkliste soll Ihnen Empfehlungen geben, worauf Sie bei der Auswahl eines Charterunternehmens und einer Charteryacht achten sollten.
Die Informations- und Angebotsunterlagen enthalten folgende Angaben
Name, Postanschrift, Telefon und Fax, E-Mail-Adresse des Anbieters
Information darüber, ob es sich um einen Direktanbieter oder eine Agentur handelt
Gerichtsstandvereinbarung
Typenbezeichnung der angebotenen Yachten und Boote mit Angaben zu Länge ü.A., Breite ü.A., Anzahl der Kojen/Raumaufteilung
Je nach Fahrtgebiet (Brücken, Schleusen) auch Angaben zu Höhe und Tiefgang
Hafen oder Marina, ab dem/der das Boot verchartert wird
Detaillierte Charterpreise, eventuelle Aufpreise, Höhe und Zahlungsart der Kaution
Der Chartervertrag beinhaltet
Genaue Bezeichnung der vercharterten Yacht
Datum, Uhrzeit von Beginn und Ende des Charterzeitraumes
Charterpreis, aufgegliedert in alle Einzelposten und eventuelle zusätzliche Nebenkosten inklusive Zahlungsart
Information über Versicherungen, die im Charterpreis beinhaltet sind (Selbstbeteiligung)
Angabe über Insolvenzversicherung für den Vercharterer (Anmerkung: der Sicherungsschein ist dann erforderlich, wenn gleichzeitig weitere Reiseleistungen durch das Charterunternehmen angeboten werden, z.B. Flug)
Erforderliche Befähigungsnachweise des Charterers und seiner Crew
Ausrüstungsliste
Information über die zu erfolgende Einweisung und zu den Rückgabemodalitäten
Genaue Angaben zum Revier, in dem gefahren/gesegelt werden darf, mit Angabe aller Beschränkungen (Nachtfahrten)
Liste des vorhandenen Kartenmaterials
Regelung hinsichtlich eventuell erforderlicher Reparaturen während des Chartertörns oder Ausfall des Bootes
Regelung des Rücktrittsrechts des Charterers bzw. Vercharterers
Regelung bei nicht termingerechter Übernahme bzw. Rückgabe
Festgestellte Mängel sofort schriftlich festhalten und möglichst noch vor dem Auslaufen beseitigen lassen
Probelauf der Maschine/des Hilfsmotors vornehmen
Mindestausrüstungsliste
Diese Liste gestaltet sich je nach Fahrtgebiet (Binnen oder See) und Bootsart (Segelboot, Motorboot, Hausboot) mehr oder weniger umfangreich. Darüber hinaus sind örtliche Vorschriften über Ausrüstung zu beachten, die Ihnen der Vercharterer mitteilen kann.
Segel: Großsegel und Rollfock oder Vorsegel und Sturmfock
Ausreichend lange Festmacher
4-6 Fender
Schoten
Ohnmachtssichere Rettungswesten und Lifebelts für jede Person*
1-2 Rettungsringe, Notlicht und 25 Meter lange Schwimmleine
Rettungsinsel entsprechend den örtlichen Vorschriften (auf Wartungsdatum achten!)
Notsignale (auf Verfallsdatum achten!)
2 Handfeuerlöscher (auf Wartungsdatum achten!)
Erste-Hilfe-Ausrüstung
Ankergeschirr
Steuerkompass
Fernglas
Peilkompass
Empfänger für Seewetterberichte
Barometer
Mundnebenhorn
Radarreflektor
Gastlandflaggen für das zu befahrende Gebiet
Handlot oder Echolot
Logge
Schiffsbeleuchtung gemäß Vorschriften
Notpinne (falls technisch möglich)
Werkzeug und Ersatzteile für Notmaßnahmen
Lenzpumpe
Logbuch (Sollte sorgfältig geführt werden!)
Handbücher und Betriebsanleitungen zu Motor und technischer Ausrüstung
Kartenmaterial des Fahrtreviers (aktuelles Kartenmaterial ggf. selbst mitnehmen)
* Vergewissern Sie sich bei Ihrem Charterunternehmen über die Vorschriften hinsichtlich der Anzahl der Rettungswesten. Ggf. empfiehlt es sich, eigene Westen mitzunehmen. Achtung bei Flugreisen: Nicht alle Fluglinien erlauben den Transport von Automatik-Rettungswesten. Klären Sie dies vorher mit Ihrer Fluggesellschaft ab.
Seenotrettungsmittel (Automatik- und auch Feststoff-Rettungswesten sowie -inseln) unterliegen in Deutschland regelmäßigen Wartungsintervallen. Die letzte Wartung muss auf der Rettungsweste bzw. Rettungsinsel vermerkt sein. Im Ausland bestehen hier jedoch teilweise andere Vorschriften.