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In der Regel zuverlässig

Arbeitstier Yachtdiesel

Moderne Schiffsdiesel sind leistungsfähig, überaus robust, wartungsarm und sparsam.„ Die stehen sich in Segelyachten eher kaputt, als das im Betrieb etwas streikt,“ ist denn auch ein geflügeltes Wort unter Fachleuten.

Außerdem widmen verantwortungsbewusste Stützpunkte gerade dem „Jockel“ viel Zuwendung, wohl wissend, dass der Diesel im Charterurlaub oft wichtiger ist, als ein gutes Segelstell.

Das hat nichts mit mangelnder Segel-Qualifikation der Chartercrews zu tun,sondern oft gerät die Törnplanung aufgrund schlechten Wetters unter Zeitdruck und der Diesel wird zum unentbehrlichen „Meilenmacher.“ Auch laufen die Maschinen in Charteryachten häufig „mit“, um mehr Weg nach Luv zu machen, aus schwierigen Bedingungen schneller heraus zu kommen. Die Antriebe in Charteryachten werden also deutlich stärker belastet, als in Privatyachten, was beim heutigen Stand der Technik und dem Leistungsvermögen der Motoren jedoch völlig problemlos ist.

Wenn der Motor trotz guter Wartung und eines optisch guten Pflegezustandes einmal nicht anspringt, oder andere „Mucken“ zeigt,sind es in der Regel nur Kleinigkeiten. Die lassen sich meist mit Bordmitteln beheben, oder dem Stützpunkt kann nach eigener Diagnose zumindest eine fundierte Beschreibung der Störung übermittelt werden.


Sie drücken den Startknopf oder drehen den Schlüssel und nichts passiert? Als mögliche Ursache kommen locker oder abgefallene Batteriekontakte in Betracht.

Wenn der Motor nicht startet, kann ein verschmutzter Kraftstofffilter die Ursache sein. Ist auch ein Wasserabscheider vorhanden, müssen beide auf Verunreinigungen überprüft und gesäubert werden.

Wenn die Lichtmaschine nicht richtig lädt oder der Motor heiß läuft, kommt als Ursache eine zu schwache Keilriemenspannung in Frage. Auf gut gewarteten und ausgerüsteten Charteryachten befindet sich ein neuer Keilriemen sogar im Ersatzteilset.

Das Problem Mögliche Ursachen Die Lösung
Beim Betätigen des Startknopfs oder Drehen des Schlüssels dreht der Anlasser nicht. Batterie ist leer



Starterkabel kann lose oder abgefallen sein


Defekter Anlasser
Umschalten von der Starterbatterie auf Versorgereinheiten

Starterkabel kontrollieren, ggf festziehenBatteriekontakte lose – nach Kontrolle ggf. festziehen

Defekter Anlasser – Stützpunkt benachrichtigen
Der Anlasser dreht, Motor startet aber nicht. Batteriespannung zu schwach


Luft in der Kraftstoffleitung
Motorabstellventil geschlossen
Verschmutzung des Vorfilters bzw.Wasserabscheiders.

Dekompressionshebel nicht in Ausgangsstellung gebracht.
Wenn möglich Starter- und Versorgerbatterie zusammen legen.

Leitungssystem nach Anleitung entlüften. Kontrollieren und ggf.Ventil öffnen.
< Aufschrauben, reinigen, wenn vorhanden neuen Filter einsetzen, das Kraftstoffsystem entlüften.

Kontrollieren ggf. richtig stellen.
Der Motor überhitzt Die Zuleitung von Kühlwasser ist unterbrochen – Bewuchs oder Plastikmüll in die Leitung gekommen

Impeller defekt, unter Umständen gebrochen




Thermostat blockiert
Leitungsverlauf kontrollieren – Seewasserfilter kontrollieren (transparenter Deckel) Verschmutzung entfernen.

Seewasserventil schließen, Impeller austauschen, alte Reste sorgfältig entfernen (befindet sich im Ersatzteilset) Seeventil wieder öffnen.

Mit langsamer Drehzahl Hafen aufsuchen, Stützpunkt informieren
Maschine läuft, aber keine Vorausfahrt Propeller ist abgefallen (Kollision mit Stein, nach „Einfangen“ eines Netzes o.ä.) oder nach Bruch des Scherstiftes

Gangbowdenzug am Getriebe hat sich gelöst
Den nächsten, möglichst weiträumigen Hafen ansegeln, Hafenmeisterei und Stützpunkt informieren.


Kontrollieren, ggf. neu befestigen.
Ungewöhnliche Vibrationen bei wechselnden Drehzahlbereichen Propeller ist unklar Versuchen durch mehrmaliges Umschalten auf Rückwärts das Hindernis zu entfernen.

Wenn nach Tauchgang Netz oder Tauwerk in der Schraube entdeckt wird, ggf. versuchen mit Bordmitteln zu entfernen – Stützpunkt benachrichtigen, da Welle in Mitleidenschaft gezogen sein kann.
Motor erzeugt blauen oder weißen Qualm Undichte Zylinderkopfdichtung, abgenutzte Kolbenringe, schlecht sitzende Ventile Beobachten und sofort Stützpunkt informieren, da bei Betrieb unter Belastung grundlegende Schäden zu befürchten sind.


 

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