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Bordapotheke - Für den Fall der Fälle

Natürlich findet man auf der Ausrüstungsliste einer gepflegten Charteryacht auch eine „Bordapotheke“, die sich nach näherer Inspektion aber als einfacher Erste Hilfe Kasten entpuppt.

Das kann auch gar nicht anders sein,denn zur Behandlung kleiner Verletzungen, wie sie an Bord oft vorkommen, ist die Bestückung einer handelsüblichen Notfall- Ausrüstung völlig ausreichend. Einer individuellen und sinnvollen Aufrüstung durch den Vercharterer sind Grenzen gesetzt, da ihm notwendige Informationen fehlen.
  • Wie alt ist die Crew, wie sieht deren gesundheitlicher Zustand aus?
  • Werden Spezialmedikamente benötigt?
  • Sind Kinder auf dem Chartertörn dabei?
  • Hat die Mannschaft medizinische Vorkenntnisse?
Das bedeutet, eine Ergänzung der Bordapotheke kann nur von der jeweiligen Chartercrew vorgenommnen werden, und sollte im gemeinsamen Gespräch erarbeitet werden. Grundsätzliche Kriterien sind dabei:
  • die Dauer des Chartertörns,
  • die räumliche Entfernung zum nächsten Arzt, Krankenhaus oder anderen medizinischen Versorgungseinrichtungen.
  • Was herrschen für klimatische Bedingungen im Charterrevier?
  • Ist mit besonders starker Sonneneinstrahlung zu rechnen, so dass die Möglichkeit von Sonnenbrand und Sonnenstich besteht?
  • Sind die hygienischen Verhältnisse im Gastland den unserigen vergleichbar?
  • Ist die Gefahr von leicht verunreinigtem Trinkwasser gegeben, so dass es zu Magen / Darm Beschwerden kommen kann?
  • Kann sich die Crew beim Baden oder bei Landausflügen durch Kontakte mit gefährlichen, unbekannten Pflanzen oder Wasserlebewesen verletzen?
Natürlich muss der Skipper im Vorwege über vorhandene Krankheiten und / oder Leiden informiert sein, um seine Törnplanung darauf einrichten zu können. Doch was nützt die komplette Ausstattung der Bordapotheke, wenn der Crew notwendiges Basiswissen für eine fundierte Diagnose, und grundlegende medizinische Kenntnisse fehlen.
Eine Situation, die besonders nach Unfällen an Bord auftreten kann, oder wenn ein Besatzungsmitglied plötzlich aus unerfindlichen Gründen erkrankt. Nutzen Sie in der Situation alle an Bord befindlichen Kommunikationsmöglichkeiten (Handy, UKW, ggf. Internet), um von kompetenter Seite Rat zu erhalten.

Der sollte auch schon in der Vorbereitungsphase in Anspruch genommen werden. Denn ihr Hausarzt hilft gern bei der Komplettierung der Bordapotheke,und empfiehlt Medikamente, die – wenn erforderlich
  • rezeptfrei auch im Ausland zu bekommen sind.
Das gehört ins „Aufrüstungspaket“ für die Bordapotheke:
  • Stretchverbände, um einen geprellten Knöchel zu stützen – Salben, Spray, kühlende Mittel bei Prellungen und Zerrungen
  • Mittel gegen Schürfwunden
  • Brandsalbe, Brandgel gegen Verbrennungen
  • Mittel gegen Durchfall, aber auch Verstopfung
  • Leichte Augentropfen
  • Salben, Puder oder Spray gegen Hauterkrankungen ( Fußpilz )
  • Leichte und mittlere Schmerzmittel
  • Gutes Mittel gegen Insektenstiche


 

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