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Tipps und Tricks

An- und Ablegen leicht gemacht


Damit Gastlieger leichter An- oder Ablegen können, sind immer mehr Boxen in den Häfen mit sogenannten Fangleinen ausgerüstet. Diese von den Pollern zum Steg gespannten Leinen verhindern, dass das Boot bei Seitenwind gegen Nachbarlieger gedrückt wird. Wer die Leinen richtig nutzen will, sichert die Yacht mit einem kurzen Festmacher an der Luvseite der gespannten Leine. Beim Einlaufen muss ein Crewmitglied am Bug des Bootes den Festmacher so um die Leine legen, dass er mit ihrer Hilfe die Yacht zum Steg führen kann, ohne dass sie zur Leeseite ausbricht. Am besten belegt man ein Ende der Leine auf die Vorderklampe und hält das andere Ende mit der Hand fest. Auch beim Auslaufen mit Seitenwind, sollte diese Leine vor dem Lösen des luvwärtigen Stegfestmachers gespannt werden. Durch diese Leine verlieren An- und Ablegemanöver sogar bei starken Seitenwinden ihren Schrecken. (Bild, Seite 66, Band 1)

Fenderspiele 1


Manchmal benötigt die Crew einen besonders dicken Fender, um das Schiff nach dem Festmachen zu schützen. Falls es keinen an Bord gibt, können mehrere große Langfender zusammengebunden werden. Dieser selbstgebaute Großfender rollt im Vergleich zu etwa gleichgroßen Kugelfendern nicht und kann diesen im Bedarfsfalll ersetzen. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass der Dreierfender unter bewegter Belastung in sich quietscht. Verhindern lässt es sich durch einen Feudel, den man beim Zusammenbinden einlegt. ( Bild, Seite 42, Band 1)

Fenderspiele 2


Beim seitlichen Anlegen an eine Kaianlage ist vor allen Dingen in älteren Häfen häufig mit für die Yachten gefährlichen Vorsprüngen zu rechnen. Ein Fender wirkt in diesen Fällen besser, wenn er an der Unterseite mit einem Gewicht (Teile der Ankerkette oder einen Stein an einer Leine) beschwert wird. Der Fender muss von dem Gewicht mindestens mit einem Drittel seiner Länge unter Wasser gezogen werden. (Bild Seite 42, Band 1)

Fenderspiele 3


Eine Dauerlösung sollte es nicht sein, aber einen Fender als Ruckdämpfer zu benutzen, empfiehlt sich, wenn kein spezieller Ruckfender an Bord ist und man sich bei viel Wind im Hafen weniger Bewegung des Schiffes wünscht. Die Festmacherleine wird durch eine Öse des Fenders gezogen, mehrere Male um ihn gewickelt, stramm gezogen und dann durch die andere Öse vom Fender weggeführt. (Bild, Seite 22, Band 1)



Klammerfunktion


Wäscheklammern gehören an Bord einer jeder Yacht. Sicherheitshalber sollten Chartergäste jedoch ein paar mitbringen. Sie sind nicht nur zum Trocknen nasser Textilien am Relingsdraht zu gebrauchen, sondern sie leisten dem Steuermann beim Anlaufen eines Hafens beste Hilfe. Unbekannte Häfen werden in der Regel mit dem aufgeschlagenen Hafenhandbuch auf der Cockpitbank angesteuert. Wenn der Mann am Ruder einen Blick hineinwerfen will, hat der Wind häufig die Seiten umgeblättert. Wäscheklammer, die diese Seiten sichern, verhindern es. (Bild Seite 48, Band 1)

*Die Tipps und Tricks stammen aus den Büchern "Seglers Trickkiste" Band 1 und Band 2. Sie sind zu erhalten beim SVR-Service Verlag GmbH, Schwertfeger Str. 1 - 3, 23556 Lübeck, Tel.: 04 51/89 89 74.


 

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